Der Begriff Motorradhebebühne und die weitere Verwendung

Sunday, April 26, 2009 7:27 AM Posted by Hannes

Will man diesen Begriff mit ganz einfachen Worten erklären, so sagt man einfach, dass eine Motorradhebebühne eine Bühne ist, auf die Motorrad fährt und die dann nach oben befördert wird, dass der Mechaniker an diesem besagten Motorrad arbeiten kann. Versucht man nun, diesen Begriff genauer zu beschreiben, ist es schon nicht mehr ganz so einfach, und man fängt an, die Sachlage etwas differenzierter zu sehen. Was ein Motorrad ist, dürfte jedem klar sein. Doch ist es noch lange nicht klar, wenn man sich die Hunderte verschiedener Motorräder anschaut.

Für ein normales Motorrad mag eine Motorradhebebühne vielleicht ausreichen, aber steht denn auch schon fest, ob eine amerikanische Easy Rider-Maschine auch auf solch eine ganz normale Motorradhebebühne passt? Da kommt man nicht nur ins Grübeln, sondern, wenn man sich die Maße einer amerikanischen Easy Rider-Maschine anschaut, so muss man feststellen, dass eine solch ausgefallene Maschine auf keine "normale" Motorradhebebühne passt.

Doch was ist eigentlich eine normale Motorradhebebühne? Auch da scheiden sich die Geister, denn die ersten Hebegeräte für das Hochbocken von Motorrädern mussten noch mit ziemlich viel Kraftaufwand betrieben werden. Es waren nämlich zwei besondere Ständer, welche durch eine Querstange hinterher miteinander verbunden werden konnten und die am oberen Ende eine ziemlich breite waagerechte Strebe besaßen. Auf dieser Strebe war dann noch zusätzlich eine Schicht Schaumstoff aufgeklebt, um das anschließend hochgehobene Motorrad vor Beschädigungen zu schützen.


Wenn der Kunde mit seinem Motorrad in diese Werkstatt kam, wurden mindestens drei Personen benötigt, um die Maschine auf die ideale Höhe aufzubocken. In der senkrechten Ständerstange hatten in regelmäßigen Abständen Löcher, durch die hinterher die Splinte gesteckt wurden. Es wurde die Maschine an einer Seite etwas angehoben und dann der Ständer darunter gestellt. Anschließend passierte das gleiche auf der anderen Seite, und immer abwechselnd wurde das Motorrad wieder angehoben, die Strebe mit dem Splint in eine etwas höhere Position befördert. Dies geschah so lange abwechselnd, bis die optimale Arbeitshöhe erreicht wurde, um an der Maschine die notwendigen Arbeiten auszuführen. Es ist nur indirekt eine Motorradhebebühne, da das Motorrad von Menschen gehoben wird.